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Posts Tagged ‘Pension Koch’

„Als ich nach Weimar in die Pension kam …“ Aus Briefen und Erinnerungen von Agnes Miegel über ihre Zeit im Mädchenpensionat 1894 bis 1896, hrsg. von Jens Riederer und Marianne Kopp (Jahresgabe 2013-2015 der Agnes-Miegel-Gesellschaft), Bad Nenndorf 2015 (160 S. mit 32 Abb.) ISBN 978-3-928375-30-6, Preis 16,95 €, zu beziehen über Agnes-Miegel-Gesellschaft e.V., 31542 Bad Nenndorf, Agnes-Miegel-Platz 3, Tel.: 05723-917 317, e-mail: post@agnes-miegel-gesellschaft.de

Um ihre Bildung und Erziehung zu vervollkommnen hat Agnes Miegel in den Jahren 1894 bis 1896 in Weimar ein Mädchenpensionat besucht. Noch im Jahr ihres Todes 1964 erinnerte sie sich gut daran: „Der Groschen fiel erst in der lieben alten ‚Pension Koch‘ bei einem sehr guten Weimarer Lehrer (bei dem ich zuerst meinen größten Lacherfolg hatte, als ich ihm Goethes ‚Osterspaziergang‘ treuherzig-begeistert auf gut Ostpreußisch vortrug!!-)“.

Die „Klassikerstadt“ mit ihren Dichterhäusern, dem Hoftheater und dem Ilmpark wurde für Agnes Miegel nicht nur zum glücklichen Bildungserlebnis, sondern beförderte ihr Werden als Dichterin, prägte ihr Verständnis von Kultur. Immer wieder kam Agnes Miegel in Briefen und Erinnerungen auf ihre Weimarer Zeit zurück und gewährt uns damit bisher unbekannte Einblicke in das Innenleben eines Weimarer Mädchenpensionats vor 1900.

Diese Edition vereint erstmals Agnes Miegels amüsante Schilderungen ihres Unterrichts, zauberhafte Beschreibungen ihrer Parkspaziergänge und Theaterbesuche sowie lebendige Alltagsbeobachtungen in ihrem Weimarer Pensionat. Eine ausführliche Einleitung arbeitet die Entwicklungsgeschichte der Mädchenpensionate im 19. Jahrhundert auf und widerlegt auf breiter Quellenbasis das bis heute in der Wissenschaft dominierende Negativbild dieser privaten Bildungseinrichtungen für höhere Töchter. Angeregt von Agnes Miegels Erlebnissen wird dagegen bisher unbekanntes pädagogisches Potenzial der Pensionate herausgearbeitet.

 

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